Im Jahr 1724 entstand im Dorf Klenow das erste Jagdhaus mit Park für Herzog Christian Ludwig II. von Mecklenburg-Schwerin. 1754 wurde das Dorf Klenow in Ludwigslust umbenannt. 1756 wurde Ludwigslust als Residenzsitz bestimmt und 1764 wurde die Residenz dorthin verlegt. In den Jahren 1772 bis 1776 wurde das sandsteinverkleidete dreigeschossige Backsteinschloss nach Plänen von Joann Joachim Busch für Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin mit dem E-förmigen Grundriß und erhöhtem Mittelbau erbaut. Auf der Attika entstanden 40 überlebensgroße Personifikationen zwischen Ziervasen. Im ersten Obergeschoss befindet sich der über zwei Geschosse reichende Goldene Saal mit reichem Dekor im Stil des Rokoko. Das Dekor wurde teilweise aus Pappmaché gefertigt. Vor dem Schloss steht ein Bronzestandbild des Großherzogs Friedrich Franz I.. Gegenüber der Hoffront findet sich eine steinerne Kaskade und die von Busch geplante und von 1765 - 1770 errichtete Schloßkirche. Der 120 ha große Schloßpark ist die größte Parkanlage in Mecklenburg. Der älteste Teil des Parks wurde um 1730 angelegt. Um 1760 wurde der Park erweitert mit Wasserspielen, Brücken, künstlicher Ruine, Schweizerhaus und Herzog-Friedrich-Denkmal. 1852 gestaltete Peter Joseph Lenné den Park um. Im Park stehen viele Kleinarchitekturen und auch der erste neogotische Kirchbau in Mecklenburg, die katholische Kirche St. Helena, die von 1803 - 1809 nach Plänen von Johann Christoph von Seydewitz errichtet wurde. Weiterhin steht im Park das klassizistische Mausoleum für die Erbprinzessin Helena Pawlowna, das 1806 nach Plänen von Lillie errichtet wurde und ein Mausoleum von Johann Georg Barca für die Herzogin Luise. 1837 wurde die Residenz nach Schwerin zurückverlegt. Nach der Abdankung des Großherzogs 1918 diente das Schloß als Wohnsitz der großherzoglichen Familie. Nach 1945 wurde es für verschiedene Verwaltungen genutzt. Heute ist im Schloss ein Museum untergebracht. Ein Café versorgt die Besucher.
Der Park von Ludwigslust
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