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Zur Geschichte der Familie von Gadow
von Gadow: Lutherisch - Die Gadow gehören zum eingeborenen Adel der Grafschaft Ruppin mit gleichnamigem Stammhause bei Wittstock, Prignitz. Als eine der wenigen uradeligen Einstrangfamilien hat sie ihren Grundbesitz bis 1945 erhalten können. Urkundlich treten die Gadow zuerst 1333 mit Henning v. Gadow auf (Leipzig, Kopialbuch der Vogtei Landsberg, fol. 23, Nr. 2) auf. Bis zum Jahre 1701 war die Familie in der Prignitz begütert (Protzen, Stöffin pp, die als Spätfolge des 30-jährigen Krieges verkauft werden mussten). Mit der Vermählung des Hans-Jürgen v. Gadow (*1674) mit Anna-Margarethe von Behr (Tochter des Hermann Volrath v. Behr und dessen Gemahlin Ilsabe Dorothea v. Owstien a.d.H. Quilow) am 03.05.1701 in Neukahlen erwirbt die Familie v. Gadow erheblichen Grundbesitz im Kreis Franzburg, im damaligen Schwedisch-Vorpommern. Es handelt sich dabei um die Güter Hugoldsdorf mit Neuhof, Rönkendorf, Drechow, Derschendorf und Eixen. Im Jahre 1805 erwirbt Friedrich v. Gadow (*1774) das Gut Groß Potrems (620ha) mit dem Vorwerk Wendorf (200ha) bei Laage in Mecklenburg. 1778 erfolgt die Aufnahme in die Mecklenburgische Ritterschaft unter Anerkennung ihrer uradeligen Herkunft mit Sitz im mecklenburgischen Landtag.
Bis zur Enteigung und Vertreibung der Familie v. Gadow im Jahre 1945/1946 waren folgende Güter im Eigentum und Besitz der Familie v. Gadow:
Hugoldsdorf mit Neuhof
Nach Niekammers Landwirtschaftlichen Güteradressbuch (1939) umfasste das Gut Hugoldsdorf mit Neuhof insgesamt 612 ha.
Rönkendorf
Nach Niekammers Landwirtschaftlichen Güteradressbuch (1939) umfasste das Gut Rönkendorf insgesamt 396 ha.
Drechow
Nach Niekammers Landwirtschaftlichen Güteradressbuch (1939) umfasste das Gut Drechow insgesamt 431 ha.
Groß Potrems
Im Jahre 1805 erwirbt Friedrich v. Gadow (*1774) das Gut Groß Potrems (620ha) mit dem Vorwerk Wendorf (200ha) bei Laage in Mecklenburg. Wendorf wurde 1935 verkauft.
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