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Herrenhaus (Schloss) Varchentin

Das Herrenhaus wurde 1847 im Stil der Tudorgotik erbaut. Architekt des imposanten Gebäudes war der Schweizer Baumeister Auguste de Meuron, der in Hamburg zahlreiche Gebäude, vorwiegend Stadtvillen, errichtete.




Das Herrenhaus bietet eine malerische Silhouette durch die Gebäudeteile unterschiedlicher Höhe, die Ecktürme und die Zinnenbekrönung. Das Gut befand sich im Besitz des Warener Bürgermeisters von dem Berge, danach der Familien von Heydebrech, Kruse und von Rostke. 1836 erwarb der Hamburger Kaufmann Gottlieb Jenisch den Besitz. Durch Heirat fiel das Gut 1875 an die Grafen Grote. Letzter Besitzer war Friedrich Franz Graf Grote. Nach 1945 wurde der Besitz geplündert, das Herrenhaus für Flüchtlingswohnungen und später als Schule für Forsttechnik genutzt. Seit vielen Jahren steht das Herrenhaus leer.

Seit 1994 wurde die Gutsanlage vier Mal verkauft. So erwarben die Schloss Varchentin KG und die Gutshof Varchentin KG Anfang 2006 Herrenhaus und Gut und planten, dieses bis zum Sommer 2009 zu sanieren und zu einem Hotel auszubauen. Es bestand ein Konzept, das Hotel als Zeitreise im Stil 1927 zu gestalten, den angrenzenden Gutshof mit stilecht arbeitenden Gewerbebetrieben touristisch, aber auch zur Selbstversorgung der Gastronomie des Herrenhauses zu nutzen. Dieser und weitere Pläne sind aufgegeben worden.

Im Jahr 2016 erwarb der Verein "Varchentiner Schloss e.V." das Herrenhaus. Geplant ist, das Gebäude wieder herzustellen und kulturellen, lokalen und sonstigen Nutzungen zuzuführen. Ca. 14 Mio Euro soll in den kommenden Jahren in die Sanierung der gesamten Anlage einschließlich Mausoleum, Gemeindehaus, Marstall, Kontorhaus und Lennépark fließen.

Den Landschaftspark ließ Gottlieb Jenisch nach Plänen von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1838 anlegen. Beeindruckend sind die dabei geschaffenen Sichtachsen vom Herrenhaus zum Großen Varchentiner See und umgekehrt. In den Park eingebunden ist ein Mausoleum der Familie Grote aus dem Jahr 1895 mit einer Neorenaissancefassade. Das Mausoleum ist in der Nachkriegszeit zur Altmetallgewinnung geplündert worden.


Besitzverhältnisse vor 1945:

1680-1756

von Ferber

1756-1808

von Klinggräff

1808-1836

von Ferber

1836-1875

Gottlieb Jenisch (Hamburger Bankier)

1875-1945

von Grote
1861 kam das Gut über die Tochter Jenischs in den Besitz des Königlich Hannoverschen Gesandten in Madrid Adolf Graf Grote

   
   

Varchentin  ist Bestandteil des Wochenkalenders 2006

Varchentin finden Sie im Buch "Fotografische Zeitreise - Mecklenburg", Band 1


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