Die schwedische Matrikelkarte (1694) zeigt bereits am heutigen Standort eine Gutsanlage. Um 1820 war die Gutsanlage ein Vierseitenhof dessen Längsachse nordsüdlich ausgerichtet war. Bei dem Gutshaus handelte es sich um ein achtachsiges geputztes Gebäude mit einem dreiachsigen Mittelrisaliten und einem Walmdach aus Rohr (Reet). Leider brannte die westliche Hälfte des Gutshauses, inkl. des Mittelrisalits, 1952 ab. Darauf hin wurde die westliche Hälfte aufgegeben. Auf den dortigen Fundamenten wurde ein kleineres Wohnhaus ab 1953 "neu" gebaut. Auf der östlichen Hälfte erhielt sich somit das Kellergewölbe, die Außen- und Innenwände, sowie die Holzbalkendecke mit Lehmwickel. Der Dachstuhl wurde bei der Sanierung komplett erneuert. Leider wurde die Firstrichtung von Ostwest auf Nordsüd geändert. Entgegen der Darstellung in der aktuellen Literatur wurde das Gebäude im Jahre 2000 nicht abgerissen, sondern wird seit dem im Bestand saniert. Das heißt, dass alles Originale weiterhin existent ist. Mit der aktuellen Farbgebung wird sogar die östliche Kante des ehemaligen Mittelrisalites, die noch erhalten ist, betont.
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