Groß Potrems wurde namentlich erstmals im Jahre 1373 erwähnt. Das Gutshaus ist ein 1871 errichteter, 1879 abgebrannter und 1891 im spätklassizistischen Stil wiederaufgebauter Putzbau mit umfangreicher Gutsanlage. Über dem Eingangsportal des Gutshauses findet der Betrachter zwei Wappen mit den Jahreszahlen 1879 und 1891, sie verweisen auf den verheerenden Großbrand und den vollendeten Wiederaufbau. Das Gut befand sich über 300 Jahre im Besitz der Familie von Bülow. Es folgten andere Besitzer wie der Rostocker Kaufmann Johann Prüssing, bis es 1804 in den Besitz der Familie von Gadow gelangte. Im Jahre 1805 erwirbt Friedrich v. Gadow (*1774) das Gut Groß Potrems (620ha) mit dem Vorwerk Wendorf (200 ha) bei Laage in Mecklenburg. Wendorf wurde 1935 verkauft. Im Februar 1946 wird die Familie v. Gadow (Hans v. Gadow (*1907) und seine Frau Mechthild v. Gadow, geb. v. Plessen und deren vier Söhne) durch die Bodenreform enteignet und ausgewiesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Herrenhaus der Gemeinde für Veranstaltungen und den Dorfkonsum. 1993 erwarb es ein Berliner Hotel- und Hausbesitzer. Jahrelange Sanierungsarbeiten begannen, die 1996 mit der Eröffnung des Schloss-Hotels Nordland abgeschlossen waren. Das Hotel stellte im Januar 2009 den Betrieb ein. Im Zentrum des weitläufigen Parks befindet sich, umgeben von einer Feldsteinmauer, die Familiengrabstätte der Familie von Gadow. Die gesamte Hofanlage einschließlich Park und Familienbegräbnis wurden unter Denkmalschutz gestellt.
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