Das Gutshaus ist ein massiver, eingeschossiger Putzbau mit Quaderung, einem Mansardendach und einem dreiachsigen Mittelrisaliten. Es wurde in der zweiten Hälfte des 18.Jh. errichtet. Bauherr dürfte Otto Friedrich von Bardeleben gewesen sein. 1715 hatte Karl Ludwig von Bardeleben der Witwe des verstorbenen Jürgen Christoph von Lübbersdorf Genzkow abgekauft. Als die Mecklenburger Linie der Bardeleben 1818 ausstarb, fiel das Gut an die Brüder Ludwig Carl Heinrich Kurt und Leopold Anton Ludwig Otto Eugen von Bardeleben. Die verkauften es 1818 an Carl Bernhard Ulrich von Behr, der 1825 verstarb. Seine Witwe heiratete 1831 Friedrich Franz von Cramon, der das Gut von seinem Stiefsohn Karl Gustav Maximilian von Behr pachtete. 1849 erwarb Amtsrat Schröder zu Netzka das Gut, der es aber nur wenige Monate später an Theodor Holldorf verkaufte. 1861 kaufte es Carl Siemers, der es seinem Sohn Richard vererbte. Von diesem kam es schließlich 1905 an Otto Diederichs. Zuletzt gehörte das Gut der Witwe Anna Diederichs. 1946 ging das Land durch die Bodenreform an Bauern, die 1958 in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft "Sieg des Sozialismus" zusammengeschlossen wurden. Das Gutshaus gehört heute der Gemeinde, die 1998 die Fassade und etwas später die Giebel und die Gartenseite restaurieren ließ.
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