Seit 1998 befindet sich das Gutshaus mit angrenzendem Park im Besitz von Britta und Roberto Siebenbürgen, die 1999 mit der Sanierung begonnen haben. Künftig soll die Nutzung für kulturelle Veranstaltungen im denkmalgeschützten Park und im Saal wieder möglich sein.
Das Gutshaus wurde zwischen 1850 und 1860 erbaut. Behrenshagen war bereits 1289 im Besitz der Familie von Mörder. Im Jahre 1702 starb die Daskower Linie der Familie von Mörder aus. Das Gut Daskow, zu dem auch das Gutshaus Behrenshagen zählte, ging somit an die Mützkower Familie von Mörder. Dieser Zweig starb 1730 aus. Das Gut fiel nach Erbstreitigkeiten zwischen den Erben von Bülow und von Plüschow 1755 an die Familie von Kahlden und um 1779 an die Familie von Lilienanker. 1842 erwarb Karl Wilhelm von Stumpfeldt aufgrund einer Erbschaft die Daskower Güter. Fortan wurde der Name Stumpfeldt-Lilienanker geführt. Diese Familie war bis 1945 Eigentümer des Gutes Behrenshagen. Pächter war die Familie Büchsel.
Der heute ältere Teil des Gutshauses wurde vermutlich um 1850 von der Familie Stumpfeldt-Lilienanker erbaut. Der eigenwillige Baustil ist vermutlich auf finanzielle Engpässe der Familie zurückzuführen. Der damalige ältere Teil des Gutshauses - ein Fachwerkbau mit Gauben - sollte dem neu erbauten Teil in Höhe und Gestaltung angepasst werden. Das Gebäude erhielt jedoch lediglich an der Süd-West-Seite einen Neorenaissance-Giebel. Der Höhenunterschied wurde nicht mehr verändert. Fortan hatte das Gutshaus Behrenshagen zwei verschiedene Architekturen. Der heute jüngere Teil des Hauses wurde in den 50er Jahren abgerissen und als Kultursaal der damaligen LPG errichtet.
Der Neorenaissance-Giebel sowie die Fassade des Gutshauses zur Straßenseite wurden im Jahre 2001 aufwendig unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restauriert. Das Dach sowie nicht mehr zu erhaltene Fenster wurden erneuert. Drei Originalfenster mit Fensterläden konnten aufgearbeitet und erhalten werden. Der zweite Teil des Gutshauses ist noch nicht saniert. Die obere Etage ist saniert und wird privat genutzt. Im unteren Bereich werden Empfangsraum, Ess-, Klavierzimmer und Festsaal wieder hergerichtet. Zwei Flügeltüren mit Originalgriffen sind noch gut erhalten. Öfen und bewegliche Gemälde sind leider abhanden gekommen. Die Decken sind mit Stuck versehen, der gut erhalten ist. Die Fußböden sind stark in Mitleidenschaft gezogen, eine Aufarbeitung ist nicht möglich.
An das Gutshaus grenzt die historische Parkanlage, die nach Gestaltungsplänen des Landschaftsarchitekten Lennè geschaffen wurde. Eine Beschreibung finden Sie unter Gärten und Parks.
Weitere Informationen: www.gutshaus-behrenshagen.de
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