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Gutshaus Wendisch-Baggendorf

Ein Herrenhaus in Wendisch Baggendorf wurde 1719 schriftlich erwähnt. Auf den mit Linden bestandenen Hofplatz gelangte man durch ein Torhaus. Dieses Herrenhaus erhielt 1762 ein neues Antlitz und erfuhr um 1922 eine Erneuerung. In der Nacht zum 8. Februar 1991 brannte der Dachstuhl dieses Gebäudes komplett aus. Die Schäden, die durch den Brand und die Löscharbeiten im ganzen Haus entstanden, waren so verheerend, dass lediglich
die Grundmauern später zum Aufbau eines neuen Wohnhauses genutzt werden konnten.




Das Gut befand sich 1322 zu Teilen im Besitz derer von Barnekow, 1483 derer von Schwerin; Anteile besaßen aber auch die Speckin, von Braun, von Göhren und von Baerenfels. 1719 erwirbt ein von Engelbrecht den Großteil des Dorfes. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts saß hier die Familie von Homeyer, diese verkauften den Besitz 1823 an August Melms. 1860 erwarb Graf von Keffenbrink das Gut, schließlich gelangte es 1877 an Carl Joachim Hacker, der das heruntergewirtschaftete Gut zu einem erfolgreichen und modernen Betrieb aufbaute. Sein Sohn Wilhelm Hacker führte den Betrieb bis nach 1945 erfolgreich weiter.

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges musste die Familie aus dem Gutshaus ausziehen und verließ kurz darauf Ostdeutschland in Richtung Westen.

Während der DDR-Zeit befanden sich im Herrenhaus 9 Wohnungen und eine Verkaufsstelle. In den 1970er Jahren stellt man bei einer Untersuchung fest, dass der Putz des Fachwerkbaues stark abblättert und der Eingangsbereich an der Vorderfront starke Risse, die senkrecht verlaufen, aufweist. Der Untersuchende empfielt aus diesen Gründen das Freiziehen und den anschließenden Abriss des Gutshauses. Dazu kam es aus unbekannten Gründen nicht.

Wilhelm Hacker starb 1965 in München und wurde in der Hackerschen Familiengrabstätte auf dem Friedhof Kirch Baggendorf beigesetzt.

Wendisch Baggendorf stellen wir in der Fotografischen Zeitreise Vorpommern Band 3 vor.


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