Der Ort Zierstorf wurde 1317 erstmalig urkundlich erwähnt. Das Gutshaus wurde 1780 erbaut. 1793 gehörte zum Gut eine Ziegelei und 1799 erhielt Zierstorf eine Schule. Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich das Gut im Besitz der Grafen von Hessenstein, 1828 erwarb Carl Pogge das Gut. 1831 übernahm es sein Sohn Friedrich Pogge. Als Friedrich Pogge unerwartet stirbt, leitet dieses Gut sein Bruder Johann Pogge. 1862 übernahm Dr. Paul Pogge, Sohn von Friedrich Pogge und mecklenburgischer Afrikaforscher, dieses Gut und verkaufte es für 360 000 Mark an seinen Vetter Franz Pogge, um damit seine Afrikareisen zu finanzieren. 1893 wurde in Zierstorf eine Dampfmolkerei gebaut. 1935 wird das Siedlungsverfahren eröffnet. Es entstanden 10 Bauernstellen mit 10-23 ha LN. 1945/46 fällt das Restgut mit 100 ha LN unter die Bodenreform. Ab 1952 gehörte Zierstorf zum Kreis Teterow. 1961 entstand im Gutshaus ein Kindergarten, weitere Räume wurden vermietet. 1968 wurde die Wasseranlage neu gebaut. Von 1970 - 1990 bewirtschaftete die LPG (P) Groß Roge das Ackerland und die Wiesen (insgesamt 5 761 ha LN). Die Seitenflügel des Hauses sind heute bewohnt. Über den Mittelteil verfügt die Gemeinde. Darin befindet sich in einer Heimatstube die Ausstellung über den Afrikaforscher Dr. Paul Pogge. Dieses kleine Museum wurde auf Initiative des seit 1993 bestehenden “Heimatverein im Zierstörper Pogge-Hus midden in Mäkelborg e.V.” hier eingerichtet.
Die Angaben wurden auszugsweise einem in der Heimatstube ausliegenden Informationsblatt entnommen.
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