Südlich der Hansestadt Greifswald liegt das einstmals glanzvolle Gemäuer des Herrenhauses Wrangelsburg. Um 1600 entstand hier ein schlichtes Gebäude im Stil der Renaissance für die Familie von Nienkerken. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde dieses Gebäude nach Plänen des Baumeisters Caspar Vogel umgebaut. Bis zum Jahre 1660 entstand ein barockes Herrenhaus für die Familie von Carl Gustav von Wrangel, der Namensgeber des Ortes war. Bereits 1677 ist das Herrenhaus durch kriegerische Auseinandersetzungen zerstört worden. Die Familie von Putbus, in deren Besitz das Gut 1770 gelangte, ließ die Reste des Herrenhauses abreißen und verkaufte das Gut an die Familie Normann. Um 1880 entstand ein Neubau im Stil der Zeit. Das Gut befand sich später im Besitz der Familie von Kameke. Nach jahrelanger Nutzung als Kinderheim nach dem Zweiten Weltkrieg, dient das Herrenhaus heute überwiegend kulturellen Zwecken. Ziel der Gemeinde Wrangelsburg ist die schrittweise Restaurierung des Gebäudes, in dem Kunstausstellungen und Konzerte stattfinden. Hinter dem Herrenhaus erstreckt sich ein großer Park, dessen Ursprünge bis 1750 zurückreichen. Im ehemaligen Schafstall, der liebevoll restauriert wurde, entstand eine Papiermanufaktur.
Wrangelsburg ist Bestandteil des Wochenkalenders 2007
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