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Trollenhagen bei Neubrandenburg

 
Trollenhagen
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Zu Anfang des 18. Jh. wurde das Gutshaus unter Einbeziehung von Teilen eines älteren Herrenhauses errichtet. Diese älteren Teile stammen aus der Zeit zwischen 1578 und 1662. Der Bauherr des neuen Herrenhauses dürfte Adam Friedrich von Jasmund gewesen sein. Er erwarb 1702 das Gut aus den Händen von Friedrich Gottlieb Cossebade. 1732 ging Trollenhagen an Jasmunds Schwiegersohn, Friedrich Ernst von Voß. Dessen Sohn, Friedrich Christoph von Voß, verkaufte das Gut 1760 an Andreas David Röpert. Röperts Sohn, Georg Christoph, erbte Trollenhagen acht Jahre später. Er baute am linken Giebel den großen Saal des Herrenhauses an, den ersten metrischen Saal des Landes. 1806 wurde das Gut an Johann Karl Zimmermann von Mehringen verkauft. Dieser gab es aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten wieder zurück. 1822 ging das Gut an Carl Jacob Frodien, der es 1934 an Wilhelm Koch verkaufte. 1848 starb dessen gleichnamiger Sohn, das Gut ging an dessen Schwester Marie, die mit Ludorf Siemerling verheiratet war (er kaufte das Gut später). 1881 starb Ludorf Siemerling, ihm folgte sein Sohn, Otto Siemerling. Dieser vererbte das Gut an seinen Neffen Rudolf Grisebach. Letzter Besitzer des Gutes war dessen Sohn, Rolf Grisebach.

Nach dem Krieg wurden Flüchtlinge im Gutshaus einquartiert. Später entstanden dort eine Gaststätte und Wohnungen. Bereits Anfang der 60er Jahre war der Dachstuhl des Haupthauses eingestürzt. Bei der 1962 durchgeführten Reparatur erhielt das Haus statt des Walmdaches lediglich Pappe und Wellasbest, dabei wurde auch das gesamte Haus glatt abgeputzt. Die letzte Bewohnerin zog 1992 aus. Zu diesem Zeitpunkt galt das Gutshaus bereits als teilweise einsturzgefährdet. 1991 erwarb Reinhard Grisebach Teile des Hauses und den Park. 1998 begann er mit der Rekonstruktion seiner Hälfte. Im Gutshaus sollten Wohnungen und Büroräume entstehen, der metrische Saal sollte für eine kulturelle Nutzung restauriert werden. Ende 2003 ist die Restaurierung des Gutshauses zum Stillstand gekommen.


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