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Retgendorf bei Schwerin

 
 
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Retgendorf gilt heute mit einem Campingplatz und einer großen Eigenheimsiedlung als beliebter Wohn-und Ferienort. Dabei verzeichnet der alte Dorfkern einen ehemaligen Gutshof, dessen Herrenhaus seit langem nicht mehr existiert. Nur einige Solitärbäume und Reste eines Parkes verraten seinen einstigen Standort. Retgendorf wurde 1241 erstmals erwähnt und befand sich neben vielen anderen Gütern lange in der Hand der Familie von Sperling. Um 1622 ist ein Conrad Valentin von Plessen, Justizrath in Schwerin, auf Retgendorf belegt. Um 1800 findet sich schließlich der Diplomat Bernhard Joachim von Bülow-Camin (1747-1826) auf Retgendorf, der zugleich die Güter Neu-Schlagsdorf, Flessenow, Ventschow und Düssin bewirtschaftete. Sein Grab sowie das seiner Frau befinden sich in der Backsteinkirche zu Retgendorf, die nahe am Schweriner See steht. Vermutlich befand sich Retgendorf später im Besitz der Grafen von Schack, die zugleich auf Zülow und Brüsewitz bei Schwerin wirtschafteten.


 

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