Das Gutshaus wurde um 1860 in einer Mischung aus dem Stil englischer Landhäuser und deutschem Stil erbaut. Dem Kernbau angefügt ist eine Gutskapelle. Im 14. Jahrhundert verzichtete Stralsund in einem Streit mit dem Landesherren auf den Ort zugunsten Wizlaw III. von Rügen. Im 16. Jahrhundert war Parow in Klein und Groß Parow geteilt, deren jeweilige Besitzer Stralsunder Ratsherrenfamilien waren. Seit 1775 bis zur Enteignung 1945 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Langen. Bekanntester Vertreter der Familie war Carl-Friedrich Freiherr von Langen, der 1928 Olympiasieger in der Dressurprüfung in Amsterdam wurde. Eine Gedenktafel am Gutshaus erinnert an ihn. Mit der Sanierung der Kapelle wurde in den 1990er Jahren begonnen. Nach knapp dreijähriger Bautätigkeit konnten die Arbeiten an der neogotischen Kapelle im November 2002 fertiggestellt werden. Dabei wurde mit der Originalsubstanz sehr behutsam umgegangen, der Terrakotta-Fußboden im Chorbereich und die gotische Spitzbogentür wurden wieder aufgearbeitet. In Parow sind auch die Gebäude des Wirtschaftshofes mit einer Gärtnerei aus dem Jahr 1913 interessant.
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