Ein beeindruckendes Zeugnis der Architektur des 19. Jahrhunderts ließ der Kammerherr Cuno August Peter von der Kettenburg nach Plänen des Hofbaumeisters Hermann Willebrand in Matgendorf inmitten eines englischen Gartens errichten, nachdem der Vorgängerbau 1851 niederbrannte. Das Gut befand sich ursprünglich im Besitz der Familien Schmeker und von Ribbeck und gelangte im 17. Jahrhundert an die Familie von der Kettenburg, die aus dem Raum Lüneburg stammte und sich zu dieser Zeit in Mecklenburg ankaufte. Durch wirtschaftlichen Ruin musste das Gut 1927 an die Mecklenburgische Landgesellschaft mbH veräußert werden, das Gut wurde anschließend aufgesiedelt und im Herrenhaus von 1930 bis 1937 eine Siedlerschule eingerichtet. Es diente nach 1969 als Heim für körperbehinderte Kinder, in einem Anbau erhielten Schüler Unterricht. Seit dem Juli 1994 beherbergt das Herrenhaus eine Einrichtung der Diakonie für Menschen mit psychischer Erkrankung. In den Jahren 1985 und 1995 erfolgten Rekonstruktionen und Renovierungen des Herrenhauses. An die ehemalige Parkanlage erinnert, neben einigen stattlichen Eichen und Buchen, eine Lindenallee, die zu einem Teich führt. Im Park, der auch heute noch gepflegt ist und zu einem Spaziergang einlädt, befindet sich eine Begräbnisstätte der Familie von der Kettenburg.
Matgendorf ist Bestandteil des Wochenkalenders 2009
|