Herrenhaus Lübbenow wurde mehrmals in der Geschichte um- bzw. ausgebaut und erscheint heute im neoklassizistischen Stil der Zeit um 1815-1869. Über viele Jahrzehnte hat die Bevölkerung von Lübbenow für dieses Gutshaus gestritten und es bewahrt. Zuerst wollten es die sowjetischen Truppen sprengen. Dann wurden der einstige Besitzer enteignet und vertrieben. Später sollte es als Schule umgewandelt werden, um seine glorreiche Geschichte im Hintergrund verschwinden zu lassen. Eine Schule wurde es trotzdem, aber die Bevölkerung hat alles unternommen, um das Erbe von Gutshaus Lübbenow zu erhalten. Als der einstige Besitzer des Hauses, Claus von Stülpnagel-Dargitz, nach der Wende 1989 danach wieder das Gutshaus besuchte, war er hocherfreut wie gut das Herrenhaus erhalten war.
Über 180 Jahre war es einst adliges Gutshaus bzw. Herrenhaus und Mittelpunkt dieses Stückes brandenburgisch-mecklenburgischer Erde, Ausgangspunkt der Kultivierung eines armen und kargen Landstrichs, Teil eines aufstrebenden Landes, schwer getroffen unter den Wirren des 1. Weltkrieges und Flüchtlingsunterkunft nach dem 2. Weltkrieg. Von hier wurden Versprechungen gemacht und Niedergang geerntet. Als Schule diente es der Jugend und heute ist es eine Residenz für Urlauber und für Festlichkeiten.
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