Das 1887-89 von Charles Bessler im Stil der Neorenaissance erbaute Haus hat eine Klinckerfassade und reichhaltige Zierelemente und Gesimse aus Sandstein und Sandsteinputzornamentik. Der Berliner Architekt Johannes Lange führte das Werk nach damals modernsten Ansprüchen (z.B. eine Dampf-Warmwasserheizung) aus. Nach dem Tode des C. Besslers 1897 wurde das Anwesen durch seine Tochter Lily und deren Mann Graf v. Baudissin noch bis 1912 bewohnt. Nach dem 1. Weltkrieg ging es durch mehrere Hände, bis es schließlich in einem verwahrlosten und fast ruinösen Zustand 1934 vom Reichsarbeitsdienst gerettet wurde. Nach ordentlicher Sanierung verblieb es bei der RAD Abteilung 5/63 "Admiral von Usedom" bis 1945. Als Gebäude mit "NS" Vergangenheit sollte es von der roten Armee gesprengt werden. Doch da Unterkünfte für die vielen Flüchtlinge rar waren, unterblieb dies glücklicherweise. In der DDR beherbergte das Haus schließlich eine Berufschule für Landtechnik, einen Kindergarten, den VdGB Maschinenhof und ein Internat für ausländische Lehrlinge aus zwölf Nationen. Seit 1997 befindet sich das Gutshaus in Privatbesitz.
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