Goldenitz zählt zu den bekanntesten Gütern im westlichen Mecklenburg. Die Ortschaft wurde 1230 erstmals als "Göldeniz" im Ratzeburger Zehntlehenregister erwähnt. Das Gut befand sich bis 1695 im Besitz der freiherrlichen Familie von Lützow, die im Umland mehrere Güter besaß, so auch Vietz, Hülseburg und Harst. Am 10. April 1695 verkauft der Landmarschall von Lützow das Gut Goldenitz an den Obersten Charles de la Motte, erblich für 20000 Thaler. 1753 verkauft der königl. preuß. Generalleutnant und Gouverneur des Fürstentums Geldern, August de la Motte, an den Kammerjunker von Pentz auf Vollsrade (Volzrade). Ab 1784 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Könemann: 1813 Kammerherr Georg Justus I. - Julie von Bischoffshausen; 1853 Helmuth von Könemann - von Schnehen; 1866 Rittmeister Georg Justus von Könemann - Virginie Coqui; 1909 Hauptmann Helmuth von Könemann; 1939 Otto von Könemann. Helmuth von Könemann vererbte an den Großneffen Otto von Könemann, Sohn des Georg Justus von Könemann / Pritzier. Zwischen 1855 und 1864 entstand das Herrenhaus, Baumeister war, wie in Warlitz, Thorwald. Zur gleichen Zeit erbaut wurden der Schaf-Kuhstall, die Hafer- und Kornbodenscheune. Der Pferdestall entstand nach dem Brand 1864. Nach der Enteignung und Bodenreform befand sich darin eine Berufsschule. Durch die Wiedervereinigung 1989 wurde das Gut Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1998 befindet es sich wieder in Privatbesitz und verfällt nach anfänglichen Sanierungsarbeiten. Die landwirtschaftlichen Flächen werden von der Agrargenossenschaft Warlitz bearbeitet.
Goldenitz ist Bestandteil des Wochenkalenders 2009
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