Die erste urkundliche Erwähnung von Goldebee geht auf das Jahr 1321 zurück. Das Gut war in Besitz der Familien von Strahlendorff, von Lützow, von Hobe, Köster und Bosselmann. Von 1899 bis 1945 befand sich Goldebee im Besitz der Familie von Graefe, deren Erbbegräbnis sich bis heute im Park hinter dem Herrenhaus befindet. Albrecht von Graefe war ein berühmter Augenarzt, der u.a. den Grauen Star entdeckte und sich sehr für die Augenheilkunde einsetzte. Seine Büste befindet sich zum Gedenken bis heute vor der Berliner Charitè. Seine Enkelin Blida Heynold von Graefe war eine bekannte Grafikerin und Journalistin. Sie studierte in Paris sowie am Bauhaus Weimar bei Johannes Itten. Danach lebte sie lange Zeit in Italien. Dort arbeitete sie als Kulturkorrespondentin und war viele Jahre enge Vertraute des Bildhaues Giacomo Manzu. Später lebte Blida Heynold von Graefe in Oberammergau. Im Bezug auf ihren berühmten Großvater erlernte sie noch mit über 80 Jahren Blindenschrift und entwickelte ein bestimmtes Aufschäumverfahren, um blinden Menschen Grafiken zugänglich zu machen. Ihre Kindheit in Goldebee beschrieb sie in dem Kinderbuch "Mit einem Ponny fing es an". Nach 1945 wurde das Gutshaus als Alten- und Pflegeheim genutzt. Heute finden dort regionale Veranstaltungen sowie Hochzeiten statt.
Weitere Informationen: www.gut-goldebee.de
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