In Mecklenburg finden sich viele ehemalige Güter, deren Namen auf ihre ursprünglichen Besitzer hinweisen, so Bülow, Cramon, Drieberg oder Bernstorf. Bernstorf findet sich in den weit verzweigten Besitzungen der Grafen von Bernstorff im westlichen Mecklenburg gleich zwei Mal. So das Gut Bernstorf bei Gadebusch, das zum Güterkomplex Wedendorf gehörte sowie das Gut Bernstorf bei Lassahn, das zu der Begüterung Stintenburg gehörte. Bis 1945 gehörte Stintenburg mit allem Zubehör territorialpolitisch zum Herzogtum Lauenburg, wo die Bernstorffs bis Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts auf dem bekannten Gut Wotersen wirtschaften. Erst auf Grund eines Abkommens zwischen den britischen und sowjetischen Alliierten wurde am Schaalsee eine Grenzbegradigung vorgenommen, wodurch das Lassahner Gebiet im November 1945 an Mecklenburg fiel. Bereits um 1350 befand sich auf Bernstorf eine Burg. Nach dem 30jährigen Kireg lag die Ortschaft wüst, es wurde dann eine Meierei gegründet, die fortan zum Gut Stintenburg auf Kampenwerder im Schaalsee gehörte. Der letzte Besitzer war Albrecht Graf von Bernstorff, der auf Grund seiner antifaschistischen Haltung kurz vor Kriegsende von den Nazis umgebracht wurde. Bernstorf liegt idyllisch am Bernstorfer Binnensee, der sich durch einen reichen Bestand von verschiedenen Gänsearten auszeichnet. Das Herrenhaus ist ein schlichter Bau aus Backstein und dem sogenannten Raseneisenstein, mit dem in dieser Gegend häufig gebaut wurde.
Bernstorf ist Bestandteil des Wochenkalenders 2010
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