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Gutshaus Krassow

Das Gut Krassow, südöstlich von Wismar gelegen, wurde 1303 erstmals urkundlich erwähnt.




Das Gut befand sich 1781 bis ca. 1800 im Besitz der ritterschaftlichen Familie von Raven. Im 19. Jahrhundert wechselten die Eigentümer häufig. So werden 1848 Carl Christian Johann Heuckendorf, 1853 Ernst Heinrich Christian Dühring, ab 1872 Friedrich Keding als Eigentümer genannt. 1908 war Oberamtmann Rühmekorf und 1924 Henry Hallenstein Besitzer des Gutes, das schließlich in den 1930er Jahren aufgesiedelt wurde. Das Gutshaus ist ein Putzbau, der im 19. Jahrhundert errichtet und Anfang des 20. Jahrhunderts in neobarocker Form umgebaut wurde. Auffällig an der Hofseite ist der breite Mittelrisalit mit dem Dreiecksgiebel, der ein Muschelornament zeigt. An der Rückseite des Gebäudes blieben drei farbig verglaste Fenster erhalten. Das Dach trägt einen Turm mit einer geschwungenen Haube. Nach 1945 diente das Gutshaus als Spezialheim, dessen Aufgabe die Umerziehung von Kindern und Jugendlichen, die als schwererziehbar galten, war. Ein Bericht des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer kommt zu folgendem Schluss: „Insbesondere in den Spezialheimen der Jugendhilfe war der Alltag von Freiheitsbeschränkung, Menschenrechtsverletzungen, Fremdbestimmung, entwürdigenden Strafen, Verweigerung von Bildungs- und Entwicklungschancen sowie erzwungener Arbeit geprägt.“ Nach 1990 nutzte das Jugendsozialwerk das Gebäude kurzzeitig, danach stand es einige Zeit leer. Nach einer Sanierung werden nun im Gutshaus Ferienwohnungen angeboten. Von der ehemaligen Gutsanlage blieben zwei große Stallgebäude erhalten.

Krassow ist Bestandteil des Wochenkalenders 2014


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