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Zierow bei Wismar

 
Zierow
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Seit dem 14. Jahrhundert bis 1767 befand sich das Gut im Besitz der Familie Negendank (Behr-Negendank). Es folgten mehrfach wechselnde Besitzer bis es schließlich 1785 an den braunschweigischen Geheimen Justizrat Christian Andreas Biel ging, der 1790 in den Adelsstand erhoben wurde. Seine Söhne Wilhelm und Gottlieb legten den Grundstein für die Zucht von Mecklenburgischem Vollblut. Zusammen mit Graf von Hahn auf Basedow, Freiherr von Maltzahn auf Kummerow und Graf von Plessen auf Ivenack gründeten sie 1822 einen Reitverein und veranstalteten die ersten Rennen zwischen Bad Doberan und Heiligendamm. Das Gelände wurde dem Reitverein 1823 von Großherzog Friedrich Franz I. geschenkt. Das Gutshaus wurde 1824 im klassizistischen Stil errichtet. Zierow wurde bis 1945 durch die Familie von Biel bewirtschaftet. Der letzte Besitzer war Heinrich Freiherr von Biel, der mit einer Engländerin verheiratet war. Heinrich von Biel wurde wegen seiner Mitbeteiligung am 20. Juli 1944 in ein Strafbataillon verbannt und überlebte den Verfolgungsterror der Nazis nach dem gescheiterten Hitlerattentat. Nach Kriegsende half Biel als erster Oberbürgermeister von Wismar, das Flüchtlingschaos in der Stadt zu bewältigen. Später verließ die Familie von Biel Zierow und ging in den Westen. Zierow war zu DDR-Zeiten Ausbildungsstätte für Agraringenieure. Auch heute wird das Gutshaus noch als berufliche Schule genutzt.


 

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