Das Herrenhaus wurde 1847 im Stil der Tudorgotik erbaut. Architekt des imposanten Gebäudes war der Schweizer Auguste de Meuron. Das Herrenhaus bietet eine malerische Silhouette durch die Gebäudeteile unterschiedlicher Höhe, die Ecktürme und die Zinnenbekrönung. Das Gut befand sich im Besitz des Warener Bürgermeisters von dem Berge, danach der Familien von Heydebrech, Kruse und von Rostke. 1836 erwarb der Hamburger Kaufmann Gottlieb Jenisch den Besitz. Durch Heirat fiel das Gut 1875 an die Grafen Grote. Letzter Besitzer war Friedrich Franz Graf Grote. Nach 1945 wurde der Besitz geplündert, das Herrenhaus für Flüchtlingswohnungen und später als Schule für Forsttechnik genutzt. Viele Jahre stand das Herrenhaus leer.
Die Schloss Varchentin KG und die Gutshof Varchentin KG haben Anfang 2006 Herrenhaus und Gut erworben und wollten dieses bis zum Sommer 2009 sanieren und zu einem Hotel umbauen. Es besteht ein Konzept, das Hotel als Zeitreise im Stil 1927 zu gestalten, den angrenzenden Gutshof mit stilecht arbeitenden Gewerbebetrieben touristisch, aber auch zur Selbstversorgung der Gastronomie des Herrenhauses zu nutzen. Im Frühjahr 2008 liegt das Schloss wieder im Dornröschenschlaf.
Den Landschaftspark ließ Gottlieb Jenisch nach Plänen von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1838 anlegen. Beeindruckend sind die dabei geschaffenen Sichtachsen vom Herrenhaus zum Großen Varchentiner See und umgekehrt. In den Park eingebunden ist ein Mausoleum der Familie Grote aus dem Jahr 1895 mit einer Neorenaissancefassade. Das Mausoleum ist in der Nachkriegszeit zur Altmetallgewinnung geplündert worden.
Der Park von Varchentin
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