Das Gutshaus Severin ist ein im Stil der Neorenaissance in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts errichteter Backsteinbau. Das Gut erfuhr im Laufe der Jahrhunderte häufige Besitzerwechsel, so werden im Jahre 1309 die von Brüsewitz und das Kloster Dobbertin als Besitzer genannt, im 17. Jahrhundert die Familie von Grabow, 1722 Gustav Ludwig von der Lühe, 1746 Hans Ulrich von Quitzow, ab 1872 Carl Paul Neckel, ab 1898 Karl Ernst von Meyen und ab 1900 Otto Rieck. Einer der letzten Besitzer war Günther Quandt, der erste Ehemann von Magda Goebbels. Nach 1945 diente das Herrenhaus vorerst als Unterkunft für Flüchtlinge, später als Wohnhaus und als Bildungseinrichtung des Kulturbundes der DDR. Die kulturelle Nutzung durch die Schweriner Kulturakademie dauerte bis 1996. Danach stand das Herrenhaus leer und war dem Verfall preisgegeben, seit 2002 befindet es sich wieder in Privateigentum. Die neuen Eigentümer hatten vor, sich dem Dorfleben zu öffnen und an einer Vision eines lebendigen Dorfplatzes zu arbeiten. Nachdem die alte Kirche 1866 wegen Baufälligkeit geschlossen werden musste, entstand bis 1872 der interessante Kirchenneubau unter Einbeziehung der Feldsteine der alten Kirche.
Severin ist Bestandteil des Wochenkalenders 2008
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