Gegen Ende des 17. Jahrhunderts befand sich das Leppiner Gut in den Händen der Familie Genzkow. Bei einer Erbauseinandersetzung übernahm es Katharine Christine von Genzkow. Sie heiratete Reimar Otto von Rowen und nach dessen Tod 1705 Hans Felix von Oertzen. Dieser erbte nach dem Tod seiner Frau (1707) und seines Sohnes (1732) das Gut. Hans Felix von Oertzen war der Erbauer des hufeisenförmigen Gutshauses. 1733 starb der erste Oertzen auf Leppin, überlebt von seiner dritten Gemahlin. Als diese Leppin für sich beanspruchte, kam es erneut zu Erbstreitigkeiten. 1761 wurde Wilhelm Victor von Oertzen auf Rattey mit dem Gut belehnt. Dieser wurde der zweite Bauherr des Leppiner Gutshauses, denn 1775 äscherte ein Brand sämtliche Bauten im Dorf ein, darunter auch den Herrensitz. Der dritte Bauherr auf Leppin war Jasper Joachim Bernhard Wilhelm von Oertzen, der um 1850 Friedrich Wilhelm Buttel mit der Neugestaltung und Erweiterung des Gutshauses beauftragte. An dem zweigeschossigen Herrenhaus ließ der Architekt schräg ansetzende eingeschossige Seitenflügel anbauen. 1927 mussten die Oertzens das Gut an Viktor Kolbe auf Pritzlow bei Stettin verkaufen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gutshaus von 1952 bis 1990 als Berufsschule mit Internat genutzt. 1967 erfolgte eine bauliche Instandsetzung. Heute befindet sich das Herrenhaus im Eigentum der Rittergut Leppin GmbH & Co. KG. Sie ließen das Gebäude Mitte der 1990er Jahre umfassend sanieren und restaurieren.
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