In einer Urkunde vom 3. April 1194 werden die Dörfer Vellahn, Banzin, Dammereez, und Brahlstorf erstmals erwähnt. 1496 lebten 85 Personen in Dammereez. 1653 gab es neben dem adligen Hof 13 Bauern, 7 Kossaten (Kötner oder Kleinbauern) und 4 wüste Bauernstellen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Dammereez zu einem typischen mecklenburgischen Gutsdorf. Zuletzt gab es noch 3 selbstständige Bauern. Stellmacher, Schmied und Schäfer gehörten neben den Landarbeitern zum Dorf.
Am 13. Februar 1769 verkaufte ein Hartwig von Töbing das "Lehngut Dammereez" an Ludolph von Laffert. Bis in die 1930er Jahre blieb Dammereez im Besitz der Familie von Laffert. Am 1.7.1931 kaufte der damalige Pächter Petersen das Gut. In den Jahren 1807 - 1809 hielt sich auch der "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn des öfteren auf dem Gut Dammereez des Barons von Laffert auf. Den Landrat von Laffert hielt Jahn für "einen der edelsten Männer und persönlichen Gönner", der ihm manche wichtige Verbindung verschaffte, die für seine berufliche Entwicklung zweifellos bedeutsam war. Jahn stand auch in brieflicher Verbindung zum jungen Herrn Wilhelm von Laffert, dem späteren Geheimen Regierungsrat in Schwerin, der von seinem Studienort Halle mehrere Briefe an ihn schickte und darin ein recht vertrautes Verhältnis zu ihm bekundete. Das Gutshaus ist ein verputzter Fachwerkbau, der nach 1750 entstand, 1864 ließen Lafferts das Gutshaus rekonstruieren und vom eingeschossige zum zweigeschossigen Bau erweitern.
1884 wohnten 240 Menschen in Dammereez. 1921-1932 befand sich auch eine einklassige Dorfschule in Dammereez, die Ostern 1932 aufgelöst wurde. 1927 bekam das Gutshaus elektrisches Licht. 1939 hatte Dammereez 157 Einwohner.
Am 1. Mai 1945 beschossen amerikanische Panzer, aus Dersenow kommend, Dammereez. Bei diesem Beschuß wurden ein Teil der strohgedeckten Häuser zerstört, die Spitzen des Mammutbaumes und der Sicheltanne wurden abgeschossen. Der Gutsbesitzer Wilhelm Petersen wurde bei diesem Beschuß auf der Freitreppe des Gutshauses durch einen Granatsplitter getötet. Er wurde als erster auf dem neuen Friedhof hinter dem Park beigesetzt. In den ersten Wochen nach dem 1. Mai 1945 hatten zunächst amerikanische Truppen, danach die englischen und ab Juli 1945 die russischen Truppen Dammereez besetzt. Letztere blieben bis 1947 und bewirtschafteten das Gut.
Nach 1945 wurden alle Häuser an das elektrische Netz angeschlossen und eine Wasserleitung für das ganze Dorf gelegt, früher gab es sie nur für das Gutshaus und die Ställe. 1998 wurde der Förderverein "Dammereezer Park e.V." gegründet. Das Gutshaus ist von einem der ältesten Gutsparks Mecklenburgs mit wertvollem Baumbestand umgeben. Im Gutshaus befinden sich Wohnungen.
www.dammereez.de
Der Gutspark Dammereez
Klein Kubbelkow ist Bestandteil des Wochenkalenders 2010
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