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Tönchow

 
Tönchow Karte v. Schmettau 1787

Lehn Amts Lübz, auf v. Schmettaus Karte 1787 wenig südlich des möglicherweise von Tönchow aus gegründeten Altenhof, nach 1787 an die heutige Stelle - bei v. Schmettaus "hintersten Gorken" - verlegt, zunächst mit Altenhof Flotowscher Besitz. Im 30jährigen Krieg verwüstet, 1660 verkauft, bald zurückgekauft, um 1870 an G. v. Storch verkauft, zunächst von Altenhof zurückgepachtet, 1910 allodifiziert und Adolf Schliemann (Neffe des Archäologen) verkauft, der es behielt, bis er 1945, achtzigjährig, vertrieben wurde. Sein Inspektor Roos und dessen Frau nahmen sich das Leben. Das Gut hatte mit dem Nebenhof Wunderfeld rund 1800 Scheffel Einsaat = 671,5 ha; (1913) 35 Pferde, 100 Rinder, 100 Schweine, (1939) 88 Einwohner und ursprünglich 5 Hofbesitzer (Erbpächter). Die große Handelsstraße Lübeck-Berlin (Bild) überquerte die Dosse bei Tönchow auf einer Brücke, um deren Reparaturen sich das Gut immer wieder mit den preußischen Nachbarn stritt. Heute fließt die Dosse durch ein Rohr unter der alten Straße. Vom Hof sind nur Ruinen (Bild) geblieben, von Wunderfeld nur ein paar Steine.

Lit.: E.Strohmeier in M. Niemann, Mecklenburgische Gutsherren im 20. Jhdt., S.609 f, 614, 621-3
Netzseite des Amtes Röbel-Land.


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