Passow ist ein ehemaliges Rittergut. Der Ort wurde gegründet, indem dort im 18. Jahrhundert vier Bauern siedelten, die später Erbpächter, noch später Eigentümer wurden. Nach verschiedenen Eigentümern gelangte das Gut 1797 in den Besitz der Familie Behr-Negendanck. 1896 war Heino Friedrich Georg Adolf von Behr-Negendanck Besitzer des 1.086 ha großen Gutes. Bis 1918 war das Gut im Besitz der Familie Behr-Negendanck, danach bis 1945 der Familie Breese. Das Herrenhaus ließ man 1830 errichten. Im 19. Jahrhundert brannte dieses Gebäude ab, ein Putzbau mit Walmdach war der Nachfolgebau. Im Inneren dieses Gebäudes befindet sich eine Ausmalung des Vestibüls in pompejanischem Stil, die um 1835 durch Giuseppe Anselmo Pellicia ausgeführt wurde. Das zweigeschossige Vestibül mit Galerie im Obergeschoss wird durch eine gläserne Kuppel beleuchtet. Nach 1945 zogen die Verwaltung und ein Kindergarten in das Gutshaus ein. Seit 1957 wird es auch als Kulturhaus genutzt. In den 1970er Jahren wurde das Land an eine Pelztierfarm verkauft. Seit 1997 wird das Gutshaus restauriert. Es entstehen Ferienwohnungen und eine Gaststätte. Der englische Park erstreckt sich bis zum nahen See.
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