1849 baute der damalige Eigentümer von Lenschow und Herzberg, F.C.A. v. Malzahn, den Hof auf der Herzberger Feldmark, nannte ihn Muschwitz - die Herkunft des Namens ist unklar - und legte die drei Bauernstellen des Herzberger Guts in das neu errichtete Dörfchen Neu-Herzberg an der Ostgrenze des neuen Guts. 1863 wurde das Gut mit Neu-Herzberg an W.E.Hoese verkauft; seitdem war es ein selbständiges Lehn (Amts Crivitz). Hoese verkaufte bald an Ratzscher, dieser 1885 an v. Treuenfels auf Lenschow, der später auch Herzberg erwarb; damit waren die drei Güter wieder in einer HandMuschwitz lag zwischen Herzberg, Lenschow und Neu-Herzberg im Herzen dieses Besitzes. Auf neuen Karten findet man es nicht mehr; wer es nach alten sucht, kommt auf kopfsteingepflasterter Straße von Herzberg durch menschenleere Einöde plötzlich, zwischen alten Bäumen, auf eine große, neu gedeckte Scheune. Der Rest des Guts ist bis auf die überwachsenen Grundmauern beseitigt. Eine Kastanienallee verband Muschwitz mit Lenschow; heute führt sie nach einem Dutzend Bäumen ins Leere; verschwunden ist auch der Weg von Muschwitz nach Neu-Herzberg; von dem Dörfchen selbst sind nur Ruinen geblieben.
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