Lenschow war Lehn des Amtes Lübz, mit Schule, am Turmhügel einer frühdeutschen Burg des Geschlechts der Barmer, gelegen. Als Besitzer werden 1802-1853 die Herzberger v. Malzahns genannt, 1871 wurde es an Wilhelm Vollrath August v. Treuenfels verkauft, der Lenschow seinem Sohn Wilhelm von Treuenfels überläßt. Dieser lebt in Lenschow bis zu seinem Tode 1945. Er erwirbt 1885 auch Muschwitz und 1890 Herzberg, beide ebenfalls einst Malzahnscher Besitz; "alle diese M.s", schreibt er über seine Vorgänger, "waren weder Spieler noch Verschwender, huldigten Wein, Weib und Gesang auch nicht mehr wie üblich, sie waren auch garnicht dumm, wenngleich sie nicht viel gelernt hatten."
Fläche: 2124 bonitierte Scheffel Einsaat (se; Angaben 1802-1824), dann (mit einigen Schwankungen) um 1650 se = 500 ha (Angaben 1841-1930).
Das Gutshaus, wie das in Herzberg wohl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von den v. Malzahns gebaut, verputztes Fachwerk, schien W.v.T. bei seinem Einzug 1871 "ein alter großer sehr häßlicher Kathen mit 30 Zimmern, davon nur 3 notdürftig möbliert", beeindruckte noch in der DDR mit seinen gekachelten Ställen und diente dort noch zu rauschenden Festen, wurde aber nicht lang vor der Wende abgerissen. Heute erinnern daran nur noch die Auffahrt und an ihr eine riesige alte Konifere, geschützt als Naturdenkmal (Foto oben).
Lit.: W.v.Treuenfels, Erinnerungen, red. v. H.A.v. Treuenfels und L.Kluck.
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