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Ein Gutshaus für eine ganze Gruppe!

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Gutshaus Müsselmow

Müsselmow wurde erstmals 1333 erwähnt. Das Gut gehörte seit 1446 bis 1788 der Familie von Plessen, dann wechselten sich seine Besitzer häufig.




So finden sich 1810 ein Rittmeister von Raven, um 1870 Friedrich Hans August von Bülow auf Müsselmow. 1886 wurde das Gut an die bürgerliche Kaufmannsfamilie Alexander veräußert, die das Gut wiederum 1911 an den aus Berlin stammenden Rittmeister Albert von Schlick verkaufte. Die Schlick besaßen das Gut bis 1945. Der letzte Besitzer wurde 1945 von den Russen verhaftet und enteignet. Später lebte er in Schwerin, wo er 1953 starb.

Das Herrenhaus war ursprünglich ein neogotischer Bau, der nach 1945 in seiner Fassadengliederung stark vereinfacht wurde. Heut steht es leer.

Hinter dem Haus schließt sich ein verwilderter Park an.

Bemerkenswert ist die Geschichte der Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert, die einer Überlieferung nach von Ritter Helmold von Plessen gestiftet wurde, der Pilgerfahrten nach Jerusalem unternahm. Die kunsthistorisch wertvolle Figur des Ritters Helmold von Plessen befindet sich heute in der Dorfkirche von Hohen Viecheln. 1968 wurde die Müsselmower Kirche aufgegeben und verfiel seitdem. Seit einigen Jahren kümmert sich ein Förderverein um die Rekonstruktion der Kirche. Der Friedhof, auf dem sich noch Grabplatten der Familie Alexander finden, vermittelt bis heute die hierarchische Begräbnisordnung aus dem sozialen Umfeld ehemaliger Gutsstrukturen.

Müsselmow war bis zur Wende eine LPG. Nach dem Mauerbau 1961 traten alle kollektivierten Bauern aus der LPG demonstrativ aus, worauf viele Leute im Dorf verhaftet wurden. Diese Aktion nutzte die SED für eine weitangelegte Propaganda. Nach der Wende sollte in Müsselmow die Rinderzucht durch eine Edelfischzucht ersetzt werden, was scheiterte. Das Dorfbild vermittelt heute einen interessanten Eindruck über die sozialen Veränderungen auf dem Lande nach 1989. Während woanders Arbeitslosigkeit und Landflucht die Dorfbilder zerstören, haben die Müsselmower mit viel Eigeninitative viele Gebäude rekonstruiert und organisieren Gemeinschaftsaktionen für die Erhaltung und auch touristische Nutzung ihres Dorfes.
Trotz dieser positiven Dorfentwicklung wurde das Gutshaus abgerissen.


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