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Ein Gutshaus für eine ganze Gruppe!

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Gutshaus Medow bei Anklam

Die Geschichte des Rittergutes Medow geht bis ins Mittelalter zurück. Zwischenzeitlich unter schwedischer Krone (1648), gelangte Medow 1720 im Rahmen der Friedensvereinbarung von Stockholm an das Königreich Preußen und wurde unter König Friedrich Wilhelm I. zum »königlichen Dorf«.




1812 wird Medow erstmals als Rittergut urkundlich erwähnt. Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Rittergut von Graf Carl von Schwerin erworben und das Herrenhaus aufwändig im neogotischen Stil umgebaut. 1857 war das Rittergut mit einer Fläche von rund 800 Hektar im Kreistag vertreten.

Nach 1870 gelangt der Gutsbezirk an Anna Kolbe, Fräulein zu Blesewitz, die sich später mit dem Regierungsrat und Amtsvorsteher Oscar Ferno vermählt. Durch die gemeinsame Tochter Hildegard, ist auch die wohlhabende Familie Holtz, Rittergutsbesitzer zu Wegezin, als Eigentümer bis zur Enteignung 1941 bekannt. 

Nach 1941 wird das Herrenhaus als Lazarett, später durch die Gemeinde als Schule genutzt. Nach langem Leerstand, bei dem große Teile der teils historischen Inneneinrichtung irreparabel geschädigt worden waren, fand sich 2011 ein neuer Besitzer. Doch die Hoffnung, die sich damit für das denkmalgeschützte Gutshaus verband, endete 2017 in einem Haufen Schutt.

Dieser neue Eigentümer, Oliver Ewy, ein sogenannter "Promi", ließ das denkmalgeschützte Gutshaus weiter verfallen, bis schließlich das Dach einstürzte, so dass es 2016 nur noch eine Ruine war und abgerissen werden musste, nachdem Bürgermeister und Denkmalschutz vergebens darauf warteten, dass der Besitzer sich blicken lässt.

Lesen Sie hierüber einen Artikel aus dem Nordkurier vom 11.03.2014:

"Möchtegern-Promi ist Möchtegern-Gutsherr

Unter einem Schloss macht es ein echter Star nicht. Und ein Möchtegern? Kauft sich zumindest billig ein altes Ritterhaus und baut es aus, wenn der Ruhm das nötige Geld bringt. Und wenn es nichts wird mit Geld und Ruhm?

weiter geht es hier: www.nordkurier.de/moechtegern-promi

In einem weiteren Beitrag schreibt die Journalistin Caroline Schiko im Vorpommern Kurier am 14.05.2014:

Zitat: "... Nur ein Problem wüsste er (der Bürgermeister von Medow, Anm. Red.) gern aus der Welt geschafft: den Schandfleck, den das Gutshaus momentan abgibt. Der junge Besitzer und Möchtegernstar Oliver Ewy habe sich trotz mehrmaliger Versuche, Kontakt aufzunehmen, noch immer nicht bewegt. Das Haus verkomme immer mehr (der Nordkurier berichtete). „Völlig absurd ist, dass der Herr auch noch zwei andere Grundstücke hier gekauft hat, die nicht einmal ans Rittergut angrenzen“, sagt Pätzold verärgert. Doch auf die Nachfrage des Bürgermeisters, ob es schon ein Konzept gebe, kam von Oliver Ewy nur die Antwort: Ein Konzept gibt es erst, wenn er weiß, was er will. Na, dann soll sich der Herr Ewy endlich mal Gedanken machen, meint Hartmut Pätzold."

In diesem Fall war es für Herrn Ewy offensichtlich leichter, das Haus abzureißen, als ein Konzept zu erstellen.


Besitzverhältnisse bis 1945:

1857 - 1859: Graf Carl von Schwerin
1859 - 1860: Wilhelm und Friedrich Grafen von Schwerin
1860 - 1870: Jenny von Schwerin, geb. von Köppern
1870 - 1871: Karl Lang
1871 - 1879: Anna Kolbe, Fräulein zu Blesewitz
1879 - 1929: Oscar Ferno, Regierungsrat und Amtsvorsteher
1929 - 1937: Familie Holtz, Rittergutsbesitzer zu Wegezin
1937 - 1941: Hildegard Holtz, geb. Ferno


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