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Gutshaus Dersentin

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Dersentin oft die Besitzer, 1292 wird Jakob von Dersentin (Jacobus de Derzentinh) erwaehnt, Knappe beim Fürsten auf Burg Werle, 1360 Werner v. Dersentin (Wernero de Derzenthin).




Anfang des 14. Jahrhunderts gehört das Dorf Dersentin zum Jungfrauen-Kloster zu Köslin (Koszalin). Weitere urkundliche Erwähnung findet das Dorf 1558.

Von 1463 bis 1780 ist Familie von Hahn Besitzer des Gutes. 1679 war das Lehngut Dersentin Pertinenz von Kuchelmiss (Familie Hahn auf Basedow). In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist Dersentin von den Hahn auf Kuchelmiss an Jürgen von Linstow verpfändet. Vermutlich entstand um diese Zeit ein barockes Gutshaus, dessen Spuren sich im und um das heutige Haus noch finden lassen. Gegen 1756 gab es ca. 3 Jahre in Dersentin eine Glashuette, wofür große Teile des Waldes um das Dorf abgeholzt wurden.

(Detlev von Hahn), von 1781 bis 1796 ist die Familie Wallmoden-Gimborn Besitzer, bevor es wieder an die Familie von Hahn geht, danach geht es von 1803 an Familie von Müller und von 1804 bis 1811 an Familie von Thomsdorff. 1799 gibt es eine ritterliche Schule im Ort. Vor dem Haus liegt ein kleiner See, der heute verbaut ist.

1816 gehört das Gut Husaren-Rittmeister Georg Julius von Brandt zu Serahn, zusammen mit seiner Frau, der Erbjungfer von Dersentin Johanna von Brandt. 1819 ist Dersentin ist im Besitz von Ehemann Johann Gottfried Krüger und Luise Krüger, Tochter des Julius und Johanna von Brandt. 1841 heiratet die Erbjungfer von Dersentin Helene Krüger Heinrich von Bassewitz, der durch die Einheirat das Gut erwirbt.

Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Gutshaus Dersentin wird im Stil des Klassizismus gebaut, Bauherr ist Heinrich von Bassewitz. Der spätklassizistische 2 1/2 geschossige Bau mit 13 Achsen, hohem Kellergeschoss und flachem Walmdach hat zur Hofseite einen dreiachsigen übergiebelten Mittelrisalit und dazu tragende Lisanen. In den äusseren Flügeln der Rückseite wiederholt sich dieser klassizistische Akzent. Der Eingang beeindruckt durch vier ionisch-moderne Stützen und Giebel. Auch der Park entsteht zu dieser Zeit.

Bauherr Bassewitz wird 1882 in der Gruft beigesetzt, seine Frau 1901. Ihm folgen 1894 Friedrich v. Bassewitz., 1913 August v. Bassewitz und 1924 Georg v. Bassewitz. Rittmeister Georg v. Bassewitz setzt sich 1920 dafür ein, das Dersentin elektrisches Licht erhält, mittlerweile ist Dersentin Allodialgut (abgabenfreies Gut) mit 552 ha. 1936 hat Dersentin 100 Einwohner und die Familie v. Bassewitz züchtet Remonten. Im Krieg muss die weiße Fassade des Hauses einem Tarnanstrich weichen, aus Angst vor Fliegerangriffen auf einen nahegelegenen Bahnknotenpunkt.

1945 ereilt Dersentin das gleiche Schicksal wie den meisten Gutshäusern; Verteibung der Gutsbesitzerfamilie, im Haus werden über 100 Flüchtlinge untergebracht, es entstehen in der DDR-Zeit Wohnungen und eine Arztpraxis. Im Dorf werden 13 neue Häuser gebaut. Eine LPG wird gegründet, dessen verfallende Stallungen heute noch dem Dorf einen unverwechselbaren morbiden Charme verleihen.

Nach der Wende findet das Gutshaus neue Besitzer, die das Haus Schritt für Schritt wieder zu altem Glanz erstrahlen lassen wollen.

©Text: Sönke Johannsen, Gutshaus Dersentin

Falls Sie irgendetwas über die Geschichte des Hauses, seiner Bewohner oder der Umgebung wissen, bitte schreiben Sie uns: info@gutshaus-dersentin.de


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