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Historische Mühlen

Historische Mühlen

In einigen Orten blieben diese besonderen technischen Denkmale erhalten. Viele davon finden Sie auf der Mühlenseite von Ingo Arlt.

zwillingswindmuehlen.de


Burg Wesenberg

Die Burg wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Zum Ende des Jahrhunderts war Henricus Misnerus der dort eingesetzte Lehnsvogt (in ihm vermuten Forscher den Minnesänger Heinrich Meissner den Älteren).




Mit der Heirat der brandenburgischen Markgrafentochter Beatrix 1292 kam das Land Stargard, zu dem Wesenberg gehörte, an Heinrich den Zweiten von Mecklenburg. Als dessen Frau, ohne männliche Erben zu hinterlassen, starb, forderten die Brandenburger die Mitgift zurück. Heinrich der Zweite wollte das Land aber nicht herausgeben, weshalb die Markgrafenkriege entbrannten. In der Entscheidungsschlacht 1316 siegte Heinrich der Zweite gegen eine Brandenburger Übermacht. 1317 wurde ein Friedensvertrag geschlossen, danach war neben anderen Burgen auch Wesenberg als Pfand dafür eingesetzt, dass Heinrich der Zweite seine vertraglichen Pflichten erfüllte. 1319 starb der Markgraf Waldemar, die Kriege zogen sich hin. Die Gegner Heinrich des Zweiten sammelten sich, unter ihnen befand sich auch Johann von Werle, der versuchte den alten Familienbesitz wieder zu gewinnen. Im Sommer 1322 gelang es ihm, die Burg in seinen Besitz zu bringen. Sechs Monate später musste er sich aber Heinrich dem Zweitem wieder geschlagen geben. Wegen der kostspieligen Kämpfe musste Heinrich Ländereien verpfänden. So kam Wesenberg an den Ritter Wedege von Plote. Die Familie blieb bis 1458 auf Wesenberg. Danach fiel der Besitz an die Herzöge von Mecklenburg-Stargard. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts machten die Mecklenburger Herzöge aus Wesenberg ein fürstliches Amt. 1618 verpfändete Herzog Hans Albrecht das Amt. Hans Jürgen von Glöde übernahm es. Als er starb, ging es 1702 an Jaques Pignier. 1731 wurde das Amt dem Herzog Carl, dem Prinzen von Mirow, gegeben.

Nach dessen Tod 1752 fiel es an die herzogliche Kammer. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ging das Amt ein. Zu diesem Zeitpunkt waren große Teile der Burg schon lange zerstört, wahrscheinlich bei einem Brand 1630. Mehr als drei Jahrzehnte später galt das große Haus auf der Burg als unbewohnbar. 1677 war es ganz zerfallen. 1773 wurden sämtliche Gebäude des Bauhofs an den Mühlenmeister Schinn zum Abbruch verkauft. Der Acker wurde verpachtet. 1780 überließ dieser alles dem Teersieder Carl Aurin. Es folgten verschiedene Pächter, bis 1812 die herzogliche Kammer die Gebäude wieder ankaufte. Lange stand von der Burg nur der Rest des alten Turmes sowie der südlichen Umfassungsmauer, in die anstelle des früheren großen Hauses ein schlichter Ersatz gesetzt wurde. Der in der Mitte der 1850er Jahre errichtete Neubau brannte 1917 ab und wurde wieder aufgebaut. 1918 wurde es durch den Schweriner Großherzog eingeweiht. Fischer und Förster wohnten bis 1939 auf der Burg. Die Fischerwohnung musste aber 1935 für die NSDAP und ihre Organisationen freigemacht werden. Das Gebäude wurde 1945 ein Opfer der Flammen. Ab 1950 baute die Forstverwaltung die Burg aus. Es entstanden mehrere Wohnungen und eine Darre, die bis zum Ende der 1950er Jahre genutzt wurde.

Die Burg ist heute im Besitz der Stadt. Seit 1994 gibt es in Wesenberg einen Burgverein. 1996 zog das Wesenberger Fremdenverkehrsbüro in Verbindung mit einer Heimatstube auf die Burg.

Wesenberg ist Bestandteil des Wochenkalenders 2010


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