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Bernstorf Telegramm Juli

Bernstorf, den 17. Juli 2014 
Unser Sommermärchen auf Schloss Bernstorf



Liebe Freunde von Schloss Bernstorf,

unsere Fußballfans feierten letzten Sonntag ihr Sommermärchen, auch in Bernstorf ist es jetzt endlich hochsommerlich geworden und unsere Gäste genießen das schöne Wetter - nur unser frisch gesäter Rasen reagiert leicht allergisch und droht mit bräunlicher Verfärbung.

Vor etwa drei Monaten hatten wir unsere Eröffnungsfeier, bei Regen, Wind und Kälte, und drei Wochen ist es nun schon wieder her, dass ich das letzte Mal berichtete - wie doch die Zeit vergeht – und was alles in dieser kurzen Zeit schon wieder passiert ist!

Es vergeht mittlerweile kaum ein Tag, an dem wir nicht netten Besuch bekommen, wir z.B. am 24. Juni vom ambulanten Hospizdienst Güstrow (li.) und vorher am 25. Mai von der Pflegeakademie Gerlach aus Rostock (re.).

Ich freue mich jedes Mal wieder aufs Neue, wenn die Teilnehmer von unserem Haus so begeistert sind, man selbst sieht ja immer nur das, was alles noch nicht perfekt ist - wie es so schön heißt – eben das halb leere Glas anstatt das halb volle.

Unsere Info.-Tage werden sehr gut angenommen. Ich hatte auf unserer ersten Veranstaltung mit dem Palliativnetz Östliches Holstein und dem Sozialdienst des Sana Hanseklinikum vor, einen Vortrag über die Geschichte des Haues zu halten. Alle waren dann nachher aber doch sehr froh, das ich mit der Vorbereitung nicht fertig geworden bin und ihnen das erspart blieb. Denn viel wichtiger ist ja das persönliche Kennenlernen, das Gespräch und der Gedanken- und Erfahrungsaustausch, und es ist schon eine Freude, sich mit den Fachleuten auszutauschen, die Zeit vergeht dann wirklich wie im Fluge.

Und dann kurz hintereinander gleich zwei Premieren: Am 25. Juni hatten wir unsere erste Mitarbeiterversammlung und am 3. Juli das erste Treffen von unserem Hospizverein mit unserem Partner, dem Ambulanten Hospizdienst aus Wismar-Schwerin. Fast 40 Teilnehmer waren gekommen und hatten alle in unserem „Festsaal“ Platz, was für ein Leben in unserem Haus, es hat riesengroßen Spaß gemacht! Zwischen diesen beiden Terminen noch ein ganz besonderes Ereignis: Am 28. Juni 2014 fand wieder das Hoffnungstreffen von Dipl.-med. Wolfgang Wehrhoff in Schönberg statt, zu dem auch wir herzlich eingeladen waren. Dieses Treffen ist mittlerweile zu einer Institution geworden, hier treffen sich vor allem Patienten von Herrn Wehrhoff, die ihre schwere Krebserkrankung Dank ganzheitlich ergänzender Therapien in den Griff bekommen haben.

Natürlich hat auch Herr Wehrhoff, der unser Projekt von Anfang mit großem Interesse verfolgt, unseren Info.-Stand besucht. Den Gastredner, Herrn Dr. Bliemeister aus Hamburg, haben wir spontan nach Bernstorf eingeladen, mehr dazu siehe unten.

Zurück nach Bernstorf. Hier kehrt mittlerweile der Alltag ein und nach den ersten hektischen Wochen des Betriebsaufbaus auch ein ganz normales Leben für unsere Gäste. Hierzu kann auch ein Zahnarztbesuch zählen, wie von unserem Gast Herrn Wahls in der Praxis von Ines Moll-Klemp in Grevesmühlen, die sich im Übrigen auch ehrenamtlich in unserem Hospizverein engagiert.

Beim Mittagessen hat Herr Wahls mir dann gestanden, dass er jetzt am liebsten jeden Tag Zahnschmerzen hätte, denn er findet die Zahnärztin so toll und würde die Ausflüge in ihre Praxis immer sehr genießen!

Auch eine andere „Normalität hat uns jüngst erreicht: Familie Schweiger hatte ihre schwerstkranke Mutter bei uns untergebracht, obwohl die Kostenzusage der Kasse noch nicht vorlag und war auch bereit, solange es gehen würde, die Kosten aus eigener Tasche zu bezahlen.

Das ist jetzt über 6 Wochen her. Die BKK hatte danach fast 4 Wochen lang die Bearbeitung verschleppt und trotz etlicher Atteste den Antrag der Familie lapidar abgelehnt und auch die Bearbeitung des Widerspruches unter Berufung auf den MDK, der allerdings niemals vor Ort war, wiederum hinausgezögert. Ich habe vorletzte Woche von dem Vorgang erfahren und buchstäblich „rot“ gesehen, denn das alles hatte ich 2006 selbst mit meiner Frau durchlebt und durchlitten: Für sie kam damals die Kostenzusage zur Finalpflege erst 2 Monate, nachdem sie schon verstorben war. Ich habe mich deshalb sofort zusammen mit unserer Anwaltskanzlei um die Sache gekümmert, hätte den Fall auch an die Presse gegeben – und siehe da: 48 Stunden später lag die Kostenzusage vor und man zeigte sich seitens der BKK sehr einsichtig! Ich muss der Fairness halber dazu sagen, dass wir bisher mit fast allen Kassen, auch den großen, sehr gute Erfahrungen gemacht haben und hervorragend zusammenarbeiten.

Unser zukünftiger Park entsteht zwar nur langsam, aber immer tut sich wieder etwas. Hierfür legt dann im Zweifelsfall auch mal der Chef selbst Hand an, wie hier auf den Fotos mit Vorarbeiter Jacek unschwer zu erkennen. Mit der eigentlichen Parkgestaltung wollen wir beginnen, wenn im Herbst wieder Pflanzzeit ist und suchen hierfür auch noch händeringend Sponsoren, die vielleicht den einen anderen Baum oder Strauch in ihrem Garten entbehren können: Bei uns findet auch Ihre – vielleicht zu groß gewordene – Pflanze eine tolle neue Heimat!

Große Freude auch am 8. Juli, an dem Tag, wo wir erstmals alle 16 Hospizplätze voll belegt hatten, fast genau 9 Wochen, nachdem unsere ersten Gäste aufgenommen wurden. Unser zukünftiger Auszubildender Philipp Röhr und unsere Sozialarbeiterin Sandra Wulf feiern diesen Moment, wie es sich gehört, mit einem Gläschen Sekt. Und zeitgleich noch eine tolle Überraschung: Eine Bilderspende der Künstlerin Frau Stütten. Vielen lieben Dank dafür schon mal vorab, die wunderschönen Bilder werden die Zimmer unserer Gäste zieren, wir freuen uns jetzt schon auf eine Vernissage mit der Künstlerin und werden rechtzeitig dazu einladen. Und überhaupt, wir alle genießen jetzt die wunderschönen Sommernachmittage in der angenehm kühlen Frische an unserem Lieblingsplatz, unter unserer alten Linde vor dem Schloss. Man hat in diesen Augenblicken das Gefühl, die Zeit wäre stehengeblieben, die Ruhe und Schönheit des Ortes verzaubere auch die Menschen, die zu uns kommen und geben ihnen neue Kraft und wieder Freude am Leben.

Dieses Gefühl hätte unser Besuch von vorletzter Woche, Herr Dr. Bliemeister, den ich auf dem Hoffnungstreffen von Herrn Wehrhoff kennengelernt hatte, in einer Mail an eine Kollegin, die er mir cc: hat zukommen lassen, nicht trefflicher ausdrücken können:

„…du musst dir mal die Internetpräsenz von Schloss Bernstorf anschauen. Modernste Technik ist durch stilsichere Renovierung so perfekt mit der historischen Substanz verschmolzen, daß eine einzigartige zeitlos harmonische Atmosphäre die majestätischen Räume des würdigen, Jahrhunderte alten Schlosses durchwebt.

Der ungehindert schweifende Blick aus zahlreichen Fenstern auf den prächtigen Bestand riesiger Bäume lässt die Seele sofort in Resonanz mit der ursprünglichen Harmonie der Natur schwingen, deren ungewöhnlich intensive energetische Präsenz erklären mag, dass bereits zwei Bewohner statt, wie erwartet zu exkarnieren, gesund gegangen sind.

Die Schwestern dort sind mitfühlende Menschen.

Unbedingt zu empfehlen nicht nur für final Kranke sondern gerade auch für noch Gesunde, die in dem dortigen Refugium wieder zu frischen Kräften und sich selber finden können…“.

Und in der Tat beobachten wir alle mit großer Freude, das es vielen unserer Gäste, die zu uns kommen, nach einigen Tagen sichtlich besser geht, mag es nun an dem Zauber des Ortes, der guten Kost, der ehrlichen Zuneigung unserer Schwestern und Pfleger oder der „lebenbejahenden“ Atmosphäre liegen. Unser Herr Ihde hat sich jedenfalls, nachdem er sich bei uns richtig erholt hatte, zu einer OP entschieden, er hat alles mittlerweile sehr gut überstanden und kommt bald wieder nach Hause – für seine Familie ist das wie ein „Wunder“ – ist das nicht die schönste Nachricht überhaupt ? Die Geschichte von unserem zweiten Gast, der zurück ins Leben wollte, erzähle ich das nächste Mal.
Bleiben Sie bis dahin alle gesund und munter, genießen Sie Ihre Ferien, entspannen Sie auch mal und lassen Sie die Seele baumeln,

Herzlichst
Ihr Dr. Wolfgang Röhr


Schloss Bernstorf

23936 Bernstorf,

Telefon: 03881-7595650
E-Mail: infoSPAMFILTER@schloss-bernstorf.de
Verweis: www.schloss-bernstorf.de